Start Suche Änderungen Nutzungshinweise Definitionen Wildkaninchen Wildkaninchen - Bilder Fortpflanzung Physiologie Gebiss Sinne Temperatur Verdauung Caecotrophie Hunger Nahrung Nahrungsselektion Futtermittelanalyse Die Trockensubstanz Futterstruktur Rohnährstoffe Kohlenhydrate Calcium & Phosphor Energie Fütterung Futtermittel Getrocknet oder Frisch? Futtermengen/Futterpläne Pflanzenbestimmung Heil- & Giftpflanzen Haltung Krankheiten Tumore Kastration Quellen Presse & Fernsehen Beratung Unterstützung Copyright-Hinweise Impressum
Die Nahrung des Kaninchens in der Heimtierhaltung besteht heute in der Regel aus verschiedenen  Komponenten wie frischen und getrockneten Gräsern und Kräutern, Trockenfutter, Samen und  Wurzeln(-früchten), sowie Obst und Gemüse. Um die gefressenen Gesamtmengen und Inhaltsstoffe  der unterschiedlichen Futtermittel miteinander vergleichen zu können, benötigt man ihren  Trockenmassegehalt (TM) bzw. Trockensubstanz (TS). Damit ist der Teil gemeint, der nach der  Trocknung des Futters übrig bleibt. In diesem Teil der Nahrung befinden sich alle Nährstoffe bei  gleicher Konzentration, weil das Wasser fehlt. Erst jetzt kann man den Gehalt der Inhaltsstoffe  vergleichen. Dazu ein Beispiel als Erklärung: Wenn man 10g Salz in 0,1l Wasser löst, ist die  Gesamtmenge, die man trinken müsste, relativ gering, aber die Konzentration des Salzes sehr hoch.  Wenn man 10g Salz in 1l Wasser löst, ist die Konzentration des Salzes deutlich niedriger, man  müsste aber wesentlich mehr trinken. In beiden Fällen wäre jedoch die aufgenommene Menge Salz  gleich – nämlich 10g. Bild: 10g Salz in verschiedenen Volumina  Wenn man das Wasser entfernen würde,  blieben in jedem Glas 10g Salz zurück – diese  Menge wird als die Trockensubstanz  bezeichnet und dient als Basis für Berechnung  von Mengen in Futtermitteln mit  unterschiedlichem Wassergehalt wie z. B. Heu  und frischem Grün .  Das Verdauungssystem des Kaninchens hat  sich im Laufe von Jahrmillionen an deren  Nahrung angepasst, die in der Regel ca. 80% -  85%Wasser enthält. Der Körper des  Kaninchens selbst enthält 70 – 75% Wasser.  Mit dem hohen Wassergehalt der Nahrung ist  ein entsprechend hohes Nahrungsvolumen  verbunden, das in einer bestimmten Zeit den  gesamten Verdauungstrakt passieren muss. An  diese Geschwindigkeit sind alle  Verdauungsvorgänge angepasst, denn für die  Verwertung der einzelnen Nährstoffe wird eine  bestimmte Zeit und vor allem Wasser benötigt –  so z. B. für den Transport von Nährstoffen und  Sauerstoff, der Regulierung des Säure-/Base-  Gleichgewichtes bzw. des pH-Wertes, der  Ausscheidung von Mineralien und vieles mehr.  Häufig stiften die verschiedenen Angaben in Futterwerttabellen Verwirrung. Je nach Verfasser  werden die Analysewerte auf die Frische- oder Trockensubstanz angegeben. Wirklich direkt  vergleichen kann man die Inhaltsstoffe aber nur dann, wenn eine gleiche Basis vorhanden ist. In der  Futtermittelanalytik erfolgt die Angabe in der Regel als “Gramm des Inhaltsstoff pro Kilogramm  Trockensubstanz” oder als “prozentualer Anteil in der Trockensubstanz”.  Umrechnung eines Inhaltsstoffes in der Frischesubstanz auf den Gehalt in der Trockensubstanz: 
Die Trockensubstanz
Die Trockensubstanz
© 2009 - 2017